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FDP-Ratsfraktion lehnt weiterhin generelles Grillverbot am Ümminger See ab.

Pischel: "Ideen aus der Mottenkiste lösen keine Probleme."

Luisa-Maximiliane Pischel, stellv. Fraktionsvorsitzende
Luisa-Maximiliane Pischel, stellv. Fraktionsvorsitzende

Die CDU-Ratsfraktion hat angekündigt, in der nächsten Ratssitzung erneut ein generelles Grillverbot am Ümminger See zu beantragen. "Die Situation während des kurdischen Neujahrsfests wird von der CDU-Ratsfraktion instrumentalisiert, um eine gescheiterte Verbotsidee von 2019 aufzuwärmen", so Luisa-Maximiliane Pischel, stellv. Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion. "Tatsächlich ist das Grillen am Ümminger See ja bereits weitgehend verboten. Erlaubt ist es nur auf den ausgewiesenen Flächen. Wenn also nicht mal dieses bestehende Verbot überwacht und durchgesetzt wird, wie soll dann ein generelles Verbot umgesetzt werden?"

 

Pischel weiter: "Ideen aus der Mottenkiste lösen keine Probleme. Die CDU-Ratsfraktion scheint völlig zu übersehen, dass es eben Menschen gibt, die keinen eigenen Garten zur Verfügung haben, in dem sie grillen können. Für diese Menschen muss es Angebote geben. Verbote zu verhängen, ohne für Alternativen zu sorgen, wird nur dazu führen, dass sich dann Plätze gesucht werden, bei denen womöglich ebenfalls das Grillen nicht erwünscht und erlaubt ist. Das Problem würde dann also nur verschoben."

 

"Um eine ähnliche Situation wie beim kurdischen Neujahrsfest in diesem Jahr zu verhindern, wird es ohne Dialog nicht gehen. Da muss im Vorfeld mit entsprechenden Verbänden und Organisationen abgeklärt werden, dass sich so etwas nicht wiederholt. Dazu hatte im letzten Umweltausschuss nicht nur die FDP-Ratsfraktion, sondern auch die CDU-Ratsfraktion angefragt. Seriös wäre es, die Beantwortung der Anfragen erst mal abzuwarten, anstatt gleich wieder mit Verbotsanträgen zu kommen", so Pischel abschließend.