Pressemitteilungen - FDP Bochum Kreisverband

Pressemitteilungen vom 19.12.2017:

Menschen jüdischen Glaubens gehören zu Bochum. (Ratsfraktion)

Die Fraktion "FDP & DIE STADTGESTALTER" reagierte umgehend auf eine alarmierende Warnung der Jüdischen Gemeinde Bochum an ihre Mitglieder, aufgrund von antisemitischen Anfeindungen keine Kippa mehr in der Öffentlichkeit zu tragen. "Jüdisches Leben muss in Bochum sichtbar bleiben", erklärt dazu Felix Haltt, Vorsitzender der Fraktion "FDP & DIE STADTGESTALTER". "Hier sind wir alle gefragt, uns gegen Antisemitismus zu stellen. Wir haben deshalb bereits zwei Initiativen in den kommunalen Gremien gestartet."

"Die Religionsausübung und das tragen religiöser Symbole dürfen in unserer Stadt nicht zu einer Gefahr oder zu einem Spießrutenlauf führen", so Haltt. "Feindlichkeit gegenüber Menschen jüdischen Glaubens von Seiten des Rechtsextremismus und von Seiten einiger extremer Muslimen darf niemals verharmlost werden. Bedenklich ist es auch, wenn sich dieser Antisemitismus von den extremen Rändern in die Mitte der Gesellschaft frisst. Wir dulden keinen Hass gegen Juden, auch nicht unter dem Deckmantel des Demonstrationsrechtes oder unter Vorspiegelung der Israelkritik. Das muss ganz Bochum klar stellen."

"Wir wollen mit einer Anfrage im Hauptausschuss vom 6. Dezember 2017 nicht nur wissen, was die Stadt und die Sicherheitsbehörden bislang gemacht haben, um die Situation für Menschen jüdischen Glaubens in Bochum zu verbessern, sondern setzen auch einen Fokus auf das soziale Erleben im Schulumfeld", so Haltt weiter. "Bereits am 14. November dieses Jahres haben wir eine detaillierte Anfrage im Rat gestellt. Dort wollen wir wissen, in wie fern die Erinnerungskultur an die Verbrechen des Nationalsozialismus durch Bochumer Schulen im Rahmen von Besuchen ehemaliger Konzentrationslager erhalten wird. Dass dies bitter nötig ist, sehen wir durch die aktuellen Warnungen der jüdischen Gemeinde und durch die Drohkulisse im ganzen Land bestätigt. Kinder und Jugendliche als zukünftige Generation müssen sensibilisiert", erklärt Haltt abschließend.
Zurück